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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 146 mal aufgerufen
 Theosophische Gesellschaft
Admin Offline


Beiträge: 545


19.01.2009 04:53
Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Wie habt ihr die "Theosophie", die "Theosophischen Lehren" kennen gelernt? Habt ihr schon einmal einen theosophischen Kreis besucht ? Wie waren eure Eindrücke ?

Armina Offline


Beiträge: 14

06.08.2010 23:22
#2 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Dieses Post. ist zwar schon etwas älter aber ich bin ja auch gerade erst dabei, mich hier durchzulesen.
Ich besitze ein paar Bücher von Frau Blavatzky und war zwei mal bei einer Theosophischen Sitzung dabei.
Die Bücher sind schwehr zu lesen da der Sprachgebrauch so alt ist.
Die Sitzungen fand ich ziemlich abgehoben.
Armina

Das Göttliche in uns wird sich immer seinen Weg bahnen

Robert Nordlicht Offline


Beiträge: 337


07.08.2010 04:04
#3 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Liebe Armina

darf ich fragen in welchem Jahr Du bei den theos. Sitzungen warst und in welcher Stadt? In HH? Bin nähmlich seit ca. 6 Jahren auch in HH. Vieleicht war ich sogar dabei (sozusagen abhebend)
LG
Robert

Armina Offline


Beiträge: 14

07.08.2010 12:45
#4 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Hallo Nordlicht, das war 1991- 92. Genau kann ich das nicht mehr sagen.
Dabei geschah etwas so merkwürdiges, dass ich nicht mehr hingegangen bin.
Sie lasen aus einem Buch etwas vor. Aber so monoton dass es eigentlich eher einschläfernd war.
Dann spührte ich eine Art Kribbeln "IM" Kopf und sah hoch- in die Runde.
Dabei entdeckte ich, dass eine junge Frau möglichst schnell ihre Kopf senkte.
Das war mir alles zu spuki. Ach ja- in Hamburg.
Armina

Das Göttliche in uns wird sich immer seinen Weg bahnen

Robert Nordlicht Offline


Beiträge: 337


09.08.2010 01:28
#5 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Hallo Armina,

ja das war vor meiner Zeit in HH. Ich war mehrere Jahre sehr aktiv im Hermann-Behn-Weg, hatte sehr viele Studientermine am Wochende und in der Woche eingerichtet. Es kamen aber interessierte Menschen nur sehr vereinzelt. Ich habe dann versucht zunächst auch die unvorteilhaften Räume etwas zu verbessern. Durch meine Anregung gab es dann von mir gelenkte Studienabende zu verschiedenen Büchern. Die waren aber von mir sehr lebendig gestaltet und keineswegs abgehoben (hoffe ich). Die Themen sind schwierig, daher muss ein Studium sehr lebendig gestaltet werden. Es sollte ein gemeinsames Nachdenken und vor allem Gespräch zwischen allen Teilnehmern stattfinden. Die heutigen Hamburger Mitglieder (meistens ältere Herrschaften) sind auch alle gut auszuhalten. Ich habe aber letztlich die Theosophische Gesellschaft verlassen müssen, weil lügnerische Behauptungen über von Meistern empfangene Botschaften (Channeling) durch die Sektionsvorsitzende aufgestellt wurden, und ein angeblicher Hellsichtiger (Vorstandsmitglied) seit Jahren Weltuntergangsvisionen erzählt (und anderes wirres Zeug), aber außerdem ein sehr aggressiver Mensch ist u.v.a. Diese Leute ertragen die echte theosophische Lehre gar nicht. Es kam auch deutlich ein Beeinflussung durch thelemitisches Gedankengut mithinein. Letztlich hat die Vereinsvorsitzende wegen meiner Kritik an Channeling eine Intrige nach der anderen gegen mich gesponnen - und die Hamburger Mitglieder standen nicht auf meiner Seite (bis auf zwei heute noch befreundete, denen es früher auch immer zu spuki (gute Bezeichnung dafür) war. Die älteren Mitglieder haben mMn. gegenüber diesem üblen Vorstand alten deutschen Untertanengeist. Schließlich wurden sogar massive Urheberrechtsverletzungen (das ist eine Straftat!) gegen eine meiner Seiten begangen, und ich habe mir gesagt, in so einem Verein bleibe ich nicht länger.

Theosophie muss sich heute neu organisieren. Zum einen müssten Theosophen ersteinmal ihre Lehren wirklich lebendig studieren, wenigstens so, wie es in anthroposophischen Zweigen der Fall ist - allerdings möglichst ohne Personenverehrung. Zum anderen hätte nach den Weltkriegen ein grundlegender Wandel in der Theos. Bewegung vor sich gehen müssen. Nach dem Leid, den Massenverbrechen usw. hätten die Theosophen eine aktive Kraft sein müssen, um der schleichende Enthumanisierung der Welt mit ganzer Kraft entgegen zu wirken. Die Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert sind so gewaltig, dass Theosophen mMn. nur noch ín soweit zählen, wie sie mit allen anderen Menschen gemeinsam für unser aller Überleben und Entwicklung arbeiten. Das alles vermisse ich in vielen theosophischen Gesellschaften weltweit (also nicht nur in Deutschland). Zum Beispiel habe ich außer mir noch keinen Theosophen gesehen, der für die Menschenrechte in Tibet mit demonstriert hätte. Stattdessen sitzen sie bei Tee und Keks zusammen, und lassen sich nett über Tibet unterhalten, und dass da auch Blavatsky war, und die Meister usw. ...(und manchmal auch von Channeling und anderen Unfug). Das ist ein Beispiel von vielen.

Ich habe mich mehrere Jahre komplett aufgeopfert, um das zu ändern, und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass für eine wirkliche Theosophische Gesellschaft die Mitglieder komplett ausgewechselt werden müssten. Bei der TG Adyar sehe ich jedenfalls keine Hoffnung mehr. Sie ist seit Jahrzehnten so, wie sie heute ist, und wird m.E. irgendwann einschlafen.

Aber die wirkliche Theosophie geht deshalb nicht unter. Sie wird sich m.E. jenseits der Theosophischen Gesellschaften, jenseits der Esoterik-Märkte, der unehrlichen Behauptungen usw. entfalten, und im echten Einsatz für die Menschheit bewähren müssen.

Ich hoffe, ich war nicht zu ausführlich und zu hart. Aber solche konkreten Aussagen, wirst Du sonst so vermutlich nirgendwo zu lesen bekommen. Denn sonst wird überall schöngefärbt. Aber das habe ich auch während meiner Mitgliedschaft in der TG Adyar nie getan. Wahrhaftigkeit, Authentizität ist die erste Eigenschaft die man als Schüler des theos. Weges erwerben sollte, und ich hoffe ich habe etwas davon in mir schon entfaltet.

Alles Gute
Robert

Armina Offline


Beiträge: 14

10.08.2010 13:55
#6 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Hallo Robert Nordlicht,
vielen Dank für die Ausführlichkeit. Das sind Situationen, die ich gut verstehen kann.
Ich arbeite seit Jahren bei den Guttemplern als Therapeutin, beim Roten Kreuz als Beraterin für Snioren und zwar ehrenamtlich. Da ist so manch ein Halodrie dabei der sich mehr für seine Reputation interessiert als für andere Menschen.

Zitat
Diese Leute ertragen die echte theosophische Lehre gar nicht. Es kam auch deutlich ein Beeinflussung durch thelemitisches Gedankengut mithinein. Letztlich hat die Vereinsvorsitzende wegen meiner Kritik an Channeling eine Intrige nach der anderen gegen mich gesponnen - und die Hamburger Mitglieder standen nicht auf meiner Seite (bis auf zwei heute noch befreundete, denen es früher auch immer zu spuki (gute Bezeichnung dafür) war. Die älteren Mitglieder haben mMn. gegenüber diesem üblen Vorstand alten deutschen Untertanengeist. Schließlich wurden sogar massive Urheberrechtsverletzungen (das ist eine Straftat!) gegen eine meiner Seiten begangen, und ich habe mir gesagt, in so einem Verein bleibe ich nicht länger.



Ich glaube, der Untertanengeist ist noch so ein Überbleibsel aus der "alten" deutschen Denkstruktur.
Vom Channeling halte ich garnichts. Es ist für unser Leben im Hier und Jetzt irrellevant.
Wir sollten uns da doch eher an unseren Verstand halten und an die Lehren, die uns vorgegeben sind von Blavatzky und Co.
Nur- diese richtig zu interpretieren, ist schon eine Lebensaufgabe.
Das bedeutet für mich:
Was will ich wissen, wozu will ich das wissen und welche Konsequenzen ziehe ich daraus. Letztlich, was kann ICH tun um etwas zu verändern.
Ich will wissen, was steckt hinter all den (manchmal recht lächerlichen)Szenen der menschlichen Gesellschaft. Wie, genau, hängt die Natur mit uns Menschen zusammen, was bewirkt der Glaube in und, was können wir (kleinen) Bürger tun um Mutter Erde wieder lebbar zu machen? Und vieles mehr.
Ich glaube, dass wir eine dicke Portion Eigenreflexion und Selbstkritik mitbringen sollten bevor wir uns daran machen, die Welt zu verändern.
Es gibt bestimmt einige Wenige, die schon auf dem richtigen Weg sind.

Bist du jetzt noch in Hamburg zu finden oder schon weiter gezogen?
Liebe Grüße Armina

Das Göttliche in uns wird sich immer seinen Weg bahnen

Robert Nordlicht Offline


Beiträge: 337


11.08.2010 06:32
#7 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Hallo Armina,

die Theosophischen Lehren sind ganz unterschiedlich zu allen anderen Lehren zu gebrauchen. Da Theosophie nur in völliger Freiheit entstehen kann, darf zum Beispiel ein Student der Theosophie niemals "den Lehren dienen". Man sollte natürlich den Menschen, Tieren und Pflanzen dienen bzw. helfen, aber nicht "den Lehren". Denn sonst wird man von den Lehren ein wenig abhängig. Vielmehr sollte man die Lehren prüfen, und ihnen entnehmen, was dem eigenen Lebensinn und Weg dient. Theosophische Lehren sind richtig aufgenommen worden, wenn sie die eigenen Autonomie im Denken und Fühlen stärken. Daher ist das richtige Verhältnis zu den Lehren auch kein gläubiges, sondern ein denkendes. Was in den Büchern steht, ist Denkmaterial. Durch ständiges Durchdenken der theosophischen Inhalte wird das Denken selbst ein wenig transzendiert. Durchdenken - das klingt mühsam, aber im Grunde machen wir das immer, wenn wir uns mit einer spirituellen oder religiösen Welt beschäftigen, die für uns neu ist. Die theos. Lehren behandeln dabei komplexe Zusammenhänge in fernster Vergangenheit oder Zukunft, die nie bewiesen werden können. Man soll sie auch nicht glauben. Sobald man anfängt an die Lehren zu glauben, hat man verloren. Denn der Glaube (der nicht aus dem Hereinstrahlen unseres Gottesfunkens herrührt) behindert oft die Erkenntnis.

Ich hoffe, dass war nicht schon wieder etwas grenzwertig. Eine meiner schwächen ist es wohl, dass ich mich manchmal sehr kompliziert ausdrücke.

Und ja, ich lebe in HH

Liebe Grüße
Robert

Armina Offline


Beiträge: 14

11.08.2010 21:00
#8 RE: Wie habt ihr die Theosophie kennengelernt ? Zitat · antworten

Zitat
Durch ständiges Durchdenken der theosophischen Inhalte wird das Denken selbst ein wenig transzendiert.



Durchdenken?- ich weiß dass wir Menschen für ein und das selbe Wort oft unterschiedliche Dinge meinen.
Für mich ist Durchdenken- die Worte und Sätze auf sich wirken lassen und, wenn geht, mit anderen diskutieren.
Das Thema von allen Seiten geistig beleuchten.
Ist es das, was damit gemeint ist?

Zitat
(der nicht aus dem Hereinstrahlen unseres Gottesfunkens herrührt)

?? Was meinst du damit?
Ich weiß, das Bücher etwas sind, das mich in fremde Universen bringen kann und auf einer einsamen Insel wären Bücher genau das was ich mitnehmen würde aber- Autoren können sich irren, sie sind auch nur Menschen.
Liebe Grüße Armina

Das Göttliche in uns wird sich immer seinen Weg bahnen

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