Ich finde es interessant darüber nachzudenken, und zwar kommt es im Film "Waking Life" zur Sprache.
Das Problem einer Vorstellung von Individualseelen ist ja, dass die Weltbevölkerung im Laufe der Zeit immer angestiegen ist, und es somit Seelen aus "erster Produktion" geben muss, und solche, die "neu" entstanden sind.
Hier gibt es die Theorie, dass es eventuell eine Kollektivseele gibt, also eine Quelle, aus der sich alle Menschen bedienen. Was die These, dass die Menschheit ein Organismus ist, untermauert. Denn damit ließe sich erklären, wie es zustande kommt, dass mehrere Menschen unabhängig voneinander auf dieselben Ergebnisse kommen.
Man denke an Erfindungen wie das Telefon, wo sich noch gestritten wird, wer es denn nun erfunden hat.
Auch soll es eine Studie gegeben haben, wo Versuchspersonen verschiedene Kreuzworträtsel vorgelegt wurden. Solche, die irgendwann in einer Zeitung erschienen sind, konnten schneller gelöst werden, als völlig neu entworfene.
Wir Menschen leben nur kurze Zeit. Viel länger ist unsere Lebenszeit in den nachtodlichen Zuständen. Wie lange wir als durchschnittliche Menschen im Kamaloka (Region der Astralwelt) zubringen müssen, ist mir nicht bekannt, es sind aber mindestens viele Jahrhunderte. Für unseren Aufenthalt im Devachanzustand(vergleichbar den Himmeln des Christentums)soll nach G.de Purucker die Regel gelten - wenn ich mich nach so langer Zeit an Gelesenes richtig erinnere - : ein Lebensjahr auf der Erde führt zu 100 Jahre Devachan. Wenn ich 60 Jahre alt werde, vergehen also nach dieser Regel bis zu meiner nächsten Inkarnation 6000 Jahre. Das ist die Regel, wie es sein sollte und eventuell mal war. Wenn wir ein weniger gutes Leben führen, verdienen wir uns weniger Anrecht auf einen Aufenthalt in den Himmeln und verbringen dort sehr viel weniger Jahre. Infolge dessen müssen wir früher inkarnieren, z.B. schon nach 2000 Jahren. Auf diese Weise ergibt sich nun rein rechnerisch, dass es wesentlich mehr Menschen geben muss, die nicht inkarniert sind, als solche die es sind.
Die Zunahme der Weltbevölkerung ergibt sich daraus, dass derzeit die Menschen in immer kürzeren Abständen inkarnieren müssen.
Kollektivseele. Die Tierfamilien besitzen verschiedene Tierseelen, z.B. "Bisonseele","Wolfseele", "Adlerseele" usw. Zwar hat jedes Tier einen Gottesfunken (Monade) in sich, der das eigentliche göttliche Sein dieses einzelnen Tieres ausmacht, aber die eigentliche Seele des Tieres ist nicht genügend entwickelt, um nach dem Tod ihre individuelle Ausprägung beizubehalten. Sie fliesst dann in die Gruppenseele der jeweiligen Tierfamilie zurück. Von dort werden dann völlig neue Seelen zur Inkarnation in ein Tier dieser Familie geschaffen. Die Gruppenseele wird von einem sehr hohen Geistwesen betreut.
Wir Menschen sind dagegen in unserer seelischen Entwicklung seit sehr langer Zeit mit einer individuellen Seele ausgestattet. Trotzdem haftet uns aus unserer Zeit als Tierseele die Zusammengehörigkeit bestimmter Familien an. Das kann man an der früheren Stammeskultur der Menschheit sehen. Im Laufe der Entfaltung des Denkens verlieren wir diese Stammeszugehörigkeit durch immer weiter fortschreitende Individualisierung. Unsere Seele kehrt daher nicht in eine Gruppenseele zurück, um sich darin aufzulösen. Um aber nicht durch Individualisierung allen sozialen Zusammenhalt zu verlieren, müssen wir unbedingt eine spirtuelle Entwicklungsbahn nehmen, auf welcher wir mit dem Göttlichen in uns eins werden. Dieses Göttliche ist in allen Wesen dasselbe Göttliche. Dadurch sind wir dann doch wieder alle eins, aber auf neue noch weitgehend unbekannte Weise.