nach Rudolf Steiners Prognose soll Ahriman anfang des 3. Jahrtausends inkarnieren. Hierfür bereitet er jetzt schon die Welt vor - so Rudolf Steiner.
" Dieser Inkarnation Ahrimans im Fleische kann nicht etwa die Erdenmenschheit entgehen. Die wird kommen. Es handelt sich nur darum, daß die Erdenmenschheit ihre richtige Stellung finden muß zu dieser ahrimanischen Erdeninkarnation. In alledem, was auf diese Art vorgeht, wenn sich solche Inkarnationen vorbereiten, muß hingesehen werden auf dasjenige, was nach und nach in der Menschheitsentwickelung hinführt zu solchen Inkarnationen. Solch eine Wesenheit wie Ahriman, die sich eine gewisse Zeit nach der unsrigen hier auf der Erde in der westlichen Welt inkarnieren will, bereitet ihre Inkarnation vor. Eine solche Wesenheit wie Ahriman, der auf der Erde inkarniert werden will, lenkt gewisse Kräfte in der menschlichen Entwickelung so, daß sie dieser Wesenheit zu ihrem ganz besonderen Vorteil gereichen."
Nun wäre meine Idee, dass wir hier zusammen überlegen könnten, wo Ahriman heute solche Vorbereitungen trifft, und was wir dagegen unternehmen könnten. Dann könnte auch jeder Interessierte sich hier mit Informationen versorgen, und kreative Tipps bekommen, wie er in seinem Lebenskreis Ahriman zurück drängt.
Also: Wär schön, wenn ihr hier eure Ideen dazu schreiben könntet.
Zunächst ist wohl erstmal zu klären, was "Ahriman" eigentlich ist.
Es ist sicher den meisten Lesern dieses Forums klar, dass Ahrimann in der Religion der Parsen der Gott der Finsternis ist, der gegen Ahura Mazda (Ormuzd) den Gott des Lichtes kämpft.
Dieser Begriff ist aber innerhalb der Anthroposophischen Lehre nicht wirklich anwendbar, da Rudolf Steiner Begriffe und Namen aus anderen Religionen und spirituellen Strömungen in deutlich anderer Weise benutzt. Das ist mit den meisten Begriffen in der Anthroposophie so. Daher ist hier nicht maßgebend, was allgemein weltweit unter einem Begriff wie "Ahriman" verstanden wird, sondern was Rudolf Steiner abweichend darunter verstanden hat.
Nun gibt Rudolf Steiner eine Charakterisierung Ahrimans in Bezug auf das Hereinwirken in den Menschen.
Zitat aus Rudolf Steiner, Über die Wesenheit von Christus, Ahriman, Luzifer in ihrem Verhältnis zum Menschen, 07.05.1923
Mit "Aufwachen" scheint Rudolf Steiner zu meinen, dass wir in die physisch-sinnliche Welt aufwachen, während wir gleichzeitig für die nichtphysischen Welten (z.B. Astralwelt) zumindest bezüglich der sinnlichen Wahrnehmung "einschlafen". Von der Natur meint ja Steiner auch in sehr frühen Vorträgen, dass sie im Sommer physisch erwacht sei, aber im überphysischen Bereich einschläft, während sie im Winter physisch "einschlafe", und im überphysischen Bereich erwache. Freilich gilt das wohl nur in dem Teil der Natur in dem Rudolf Steiner sich aufhielt. Denn es gibt ja Regionen der Erde in denen kein Winter oder nur Winter ist.
Wenn ich das richtig verstehe, ist für Rudolf Steiner das Ahrimanische (genau wie das Luziferische) nur Böse, wenn es mit seinem jeweiligen Gegenprinzip unausgeglichen ist.
In Antwort auf:Wenn ich das richtig verstehe, ist für Rudolf steiner das Ahrimanische (genau wie das Luziferische) nur Böse, wenn es mit seinem jeweiligen Gegenprinzip unausgeglichen ist.
Dazu fällt mir eine etwas A-untypische Formulierung ein:
Das Universum urteilt nicht.
Ein Urteil ob etwas gut oder schlecht ist, erlaubt sich nur der Mensch, oft mit verheerenden Folgen. Man denke an die schwarz/weiss Malerei einiger (monotheistischer) Religionen oder Weltanschauungen.
Nicht zuletzt den politischen und wissenschaftlichen Atheismus.
Das Universum ist nur vorhanden und funktioniert.
Aber die steinersche Beschreibung von Ursache und Wirkung finde ich sehr interessant.
Ich denke auch, dass ein Ausgleich vorhanden sein sollte, zwischen Materie und Geist.
Ein Urteil ob etwas gut oder schlecht ist, erlaubt sich nur der Mensch, oft mit verheerenden Folgen.
Rudolf Steiner beschreibt oft, dass wir üben sollten, bei der Betrachtung des Universums unsere persönlichen Sympathien und Antipathien zum Schweigen zu bringen. Sie verhindern sonst, dass wir über die Dinge des Universums wirklich neues erfahren können, das sich uns die Dinge selbst "mitteilen" können. Also urteilsfreies Beobachten und Verstehen der Vorgänge lässt die Dinge etwas über sich selbst mitteilen. So ist mein Verständnis der Sache. Das finde ich eine gute Übung für mich.
Allerdings gehört zu meinem spirituellen Pfad ethische Urteilskraft zu entwickeln, und sehr genau den Unterschied zwischen den schwarzem und weißen Pfad zu verstehen und einzuhalten. Richtige Urteile treffen zu können, ist meiner Meinung nach eine natürliche und sehr wichtige Sache. Die Religionen, welche andere religiösen Anschauungen verurteilen, sind wohl in einer Art blindem Urteil (d.h. Urteilslosigkeit, die urteilen will) verfangen.
Nach anthropos. und auch theos. Vorstellungen ist das gesamte Universum seinem eigentlichen Wesen nach spirituell d.h. Geist. Jeglicher Prozess im Universum wird von intelligenten Wesen hervorgerufen, die sicherlich eine sehr hohe Urteilsfähigkeit besitzen, die wir als Menschen nicht so ganz verstehen.