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Mit freundlicher Genehmigung von Mythopoet und Theodor habe ich nachstehenden Beitrag hier in das Forum kopiert.
Verfasst am: 15 Sep 2009 17:16 Titel: Oswald Spengler und das vermeintliche Heil in der Monarchie
Theodor schrieb: Liebe Forenteilnehmer,
immer wieder stoße ich im Zusammenhang mit der heutigen Weltwirtschafts- und Systemkrise auf Oswald Spengler, der den Untergang der Demokratien zu Gunsten eines Cäsarismus vorhergesagt hat.
http://www.youtube.com/watch?v=vfICb0wiryc
Viele ersehnen sich schon heute einen neuen Führer, einen neuen Monarchen, der endlich mit der Plutokratie aufräumt. "Doch die Täuschung würde erst dann geringer werden, wenn solche Menschen überhaupt über die Phrasen hinauskämen, wenn sie sehen würden, dass alles das nichts bedeutet, was sie in solcher Weise ersehnen, solange sie nicht wirklich begreifen, dass der alte Einheitsstaat als solcher, ganz gleichgültig welche Verfassung, welche Struktur er hat, ob er Demokratie oder Republik oder Monarchie oder irgend etwas ist, wenn er Einheitsstaat ist, wenn er nicht dreigeteilt ist, der Weg ist zur ahrimanischen Inkarnation." (Rudolf Steiner)
Für Spengler wird der vierte Stand zum Ausdruck der Geschichte, die ins Geschichtslose übergeht. Die Masse ist das Ende, das radikale Nichts. (S. 444f. Oswald Spengler Welthistorische Perspektiven)
Aber in diesem Nichts wird der welthistorische Augenblick der Gegenwart ein geschichtliches „All“ zu suchen haben, nicht im vierten Stand, auch nicht in einem anderen, sondern in dem Menschen (aller Stände), der jetzt erst aus dem tiefsten Quell seines wahren Inneren die wahre Kraft der Freiheit finden muß. Aber zu dieser Freiheit bahnt man sich nicht den Weg, wenn man rein aus Blutsverhältnissen heraus in der Spenglerschen Geschichtsperspektive die Freiheit so charakterisiert:... “Deshalb schaut er nur den Niedergang und erwartet die Fortsetzung von der Wirkung im mystischen Dunkel des Blutes." (Aus der Zeitschrift: Das Goetheanum 03.09.1922)
„Wir mögen von Pfaffen und Adel nicht genesen“ (Bundschuh-Wahlspruch)
Grüsse:
Theodor
Verfasst am: 24 Sep 2009 15:21 Titel: Die Rückkehr des Königs ?
Mythopoet schrieb: Hallo THEODOR
und Alle thematisch Interessierten,
ist es nur ein aufscheinendes Zeichen der Zeit,
daß z.Bp. in dem "Löwen-Musical"
http://www.myvideo.de/watch/6825099/19_D...wen_Das_Musical
auch besungen wird die "Rückkehr des Königs"
http://es.geocities.com/agategs/disney/k...m#zuruckgekehrt ?
Die “Heraufkunft des Cäsarismus” auch gesehen wird von
Robert Müntefering - http://www.zeitdiagnose.de/-
(seine Betrachtung vom 08.09.2009), abgeleitet von
dem 294. Septar der Ermordung des Julius Caesar?
Ob gar auch Wolfgang Döbereiner
sein jüngstes Buch nicht ganz grundlos betitelte:
"Der König kehrt zurück" :
http://www.rhythmenlehre.de/buecher/buecher_body.html ?
Allerhöchste Zeit für uns,
uns immer wieder zu beschäftigen
mit RUDOLF STEINERs uns gegebener
"DREIGLIEDERUNG DES SOZIALEN ORGANISMUS":
http://wiki.anthroposophie.net/Soziale_Dreigliederung !!
In diesen Sinne
grüßt herzlich
Mythopoet
Verfasst am: 25 Sep 2009 7:48 Titel: Verfassungskreislauf
Theodor schrieb: Hallo Mythopoet,
schon die antiken Philosophen (Platon, Aristoteles, Cicero und Polybios) kannten dieses Gesetz der zyklischen Wiederkehr der Herrschaftsformen. Polybios nannte es den Verfassungskreislauf:
Monarchie => Tyrannis => Aristokratie => Oligarchie => Demokratie => Ochlokratie => Monarchie, womit der Kreislauf geschlossen wäre.
Platon spricht z.B. noch von der Timokratie usw. Weitere Sonderformen und Abweichungen bei Platon, Aristoteles und Machiavelli wurden von mir bewußt ausgelassen, um den Sinngehalt dieses Beitrages nicht zu zersplittern.
Aus diesem Kreislauf gilt es auszubrechen!
Herzliche Grüsse:
Theodor
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