Im Spätsommer des Jahres 1977 starteten die beiden amerikanischen Raumsonden Voyager I und II. In den Anfangsjahren ihres Fluges haben diese NASA-Sonden bereits spektakuläre Bilder zur Erde gesendet, etwa Nahaufnahmen des tiefblauen Neptuns oder des Jupiters mit seinen Monden.
Beide Sonden haben bereits unser Sonnensystem verlassen. Mit gut 61.000 km pro Stunde fliegt >Voyager I< als das bisher am weitesten von der Erde entfernte und von Menschen gemachte Objekt weiter in den interstellaren Raum. Vermutlich bis zum Jahre 2020 wird die Stromversorgung an Bord der beiden Sonden ausreichen, um Daten zur Erde zu übertragen
Spektakulär ist für mich die Tatsache, dass beide Sonden an ihrer Außenseite montiert eine kosmische »Flaschenpost« mit sich führen. Auf diesen goldenen Schallplatten befindet sich akustisches und optisches Material von der Erde in den unterschiedlichsten Sprachen und Klängen. Die Plattenhülle enthält Anleitungen zum Abrufen dieser Daten in einer Art und Weise, von der man hofft, dass außerirdische Wesen diese entschlüsseln können.
Die »Voyager Golden Records« werden, so hofft man, in Milliarden von Jahren immer noch intakt sein, um von intelligenten Wesen außerhalb unserer Galaxie, falls es sie geben sollte, entschlüsselt zu werden.
Aufregend ist auch die Tatsache, dass der Durchmesser dieser Schallplatten mit knapp 31 cm fast genauso groß ist wie die 1999 entdeckte »Himmelsscheibe von Nebra«, die 1600 Jahre vor unserer Zeitrechnung faszinierende astronomische Kenntnisse der Menschen aus der Bronzezeit offenbart. Welch ein »Zufall«!
Im Internet können Sie sich unter http://goldenrecord.org einen Einblick von den Texten, Klängen und Bildern auf den goldenen Schallplatten verschaffen, welche in ferner Zukunft immer noch von uns Menschen künden sollen.<<